Basic Level: Technische Analyse

Technische Analyse – Charts lesen wie ein Marktprofi

Während die Fundamentalanalyse fragt: „Wie gut ist das Unternehmen?“, fragt die Technische Analyse: „Wie verhalten sich die Marktteilnehmer gerade?

Fundamental geht es um Gewinne, Schulden und Geschäftsmodelle. Technisch geht es um Preisbewegungen, Trends und Muster. Die Grundidee: Der Chart zeigt die Psychologie des Marktes.

Warum funktioniert technische Analyse?

Menschen reagieren immer wieder ähnlich: Gier bei steigenden Kursen, Angst bei fallenden. Dadurch entstehen wiederkehrende Muster – und genau die nutzen Trader.

🔹 1. Trend erkennen (das Wichtigste überhaupt)

Aufwärtstrend: Höhere Hochs und höhere Tiefs.

Strategie: In Rücksetzern kaufen („Buy the Dip“).

Abwärtstrend: Tiefere Hochs und tiefere Tiefs.

Strategie: Vorsicht – eher verkaufen oder abwarten.

🔹 2. Unterstützung & Widerstand

Unterstützung: Kurs fällt mehrfach bis zu einem Niveau und dreht dort nach oben. Widerstand: Kurs steigt mehrfach bis zu einem Niveau und dreht dort nach unten.

Diese Zonen sind besonders gute Kauf- oder Verkaufsbereiche.

🔹 3. Seitwärtsphase (Range)

Der Kurs bewegt sich zwischen Unterstützung und Widerstand.

Strategie: Unten kaufen, oben verkaufen. Funktioniert gut bei großen Indizes oder ETFs.

🔹 4. Doppelboden (Trendwende nach unten → oben)

Zweimaliger Test eines Tiefs, danach Ausbruch nach oben.

Bedeutung: Verkäufer verlieren Kraft – Käufer übernehmen.

🔹 5. Dreieck (Kurs sammelt Energie)

Der Kurs wird enger. Ein Ausbruch bringt oft eine starke Bewegung.

Fazit

Technische Analyse bedeutet nicht „Glaskugel“, sondern: Wahrscheinlichkeiten erkennen.

Die einfachste Kombi für Einsteiger:

  • Trend bestimmen
  • Unterstützungen einzeichnen
  • In Rücksetzern kaufen
  • Keine Käufe im klaren Abwärtstrend
Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und Weiterbildung. Er stellt keine Anlageberatung dar. Börsenhandel ist mit Risiken verbunden. Alle Entscheidungen erfolgen auf eigenes Risiko.

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